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Unfall in französischer Atomanlage Tricastin: radioaktive Flüssigkeit ausgetreten! Drucken E-Mail

Unfall in französischer Atomanlage Tricastin: radioaktive Flüssigkeit ausgetreten!

Fischen, Baden und die Bewässerung von Feldern mit Wasser aus der betroffenen Region ist derzeit verboten.
Fischen, Baden und die Bewässerung von Feldern mit Wasser aus der betroffenen Region ist derzeit verboten.

Aus den umliegenden Flussläufen des AKW Tricastin in Frankreich dürfen keine Fische verzehrt werden. In drei Gemeinden ist die Wasserentnahme durch Privatleute und Bauern verboten. Die Ursache: Nach dem Unfall im AKW ist radioaktive Flüssigkeit mit Uran ausgetreten.
Der Unfall hatte sich Dienstag früh um 6.30 Uhr in einem Werk zur Behandlung von Atomabfällen bei Avignon ereignet. Radioaktive Flüssigkeit gelangte in die kleinen Flüsse Gaffiere und Lauzon, hieß es in der Mitteilung der französischen Atomschutzbehörde.

Die Behörden hatten aber bis zum Abend mit der Bekanntgabe gewartet.

Nachdem die Atomaufsichtsbehörde erst acht Stunden nach der Panne informiert wurde, konnten auch die Menschen in den betroffenen Gebieten erst Stunden später informiert werden.

Mindestens 18.000 Liter ausgetreten

Außerdem gibt es Unklarheit über die Menge der ausgetretenen Flüssigkeit. Lediglich 18.000 Liter - und nicht wie zunächst befürchtet 30.000 Liter der Flüssigkeit seien in das Erdreich und einen nahe gelegenen Fluss gelangt, sagte ein Sprecher der Areva-Tochter Socatri. Später hieß es, 18.000 Kubikmeter Flüssigkeit seien auf den Boden geflossen, und ein Teil sei in die Kanalisation gelangt, teilte die französische Atomaufsichtsbehörde mit. Später wurde nur noch von 6,25 Kubikmeter radioaktiver Flüssigkeit gesprochen.
"Die Konzentration des gemessenen Urans (Strahlung, Anm. de. Red.) in der Gaffiere lag ursprünglich etwa beim Tausendfachen der natürlichen Hintergrundstrahlung", meldete die Behörden in den Verwaltungsbezirken Vaucluse und Drôme.
Baden und Fischen verboten
Fischen, Baden und die Bewässerung von Feldern mit Wasser aus der betroffenen Region ist derzeit als Vorsichtsmaßnahme verboten. Auch wenn die Behörden davon ausgehen, dass keine Gefahr für die Menschen besteht?

(Quelle: Franz Alt - www.sonnenseite.com, Juli 08.)
 
  DI Siegfried Lerchbaumer
  Energie & Bauökologie, Raumlufthygiene
  Techn. Büro für Physik u. Bauökologie e.U.
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