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Schadstoffe im Innenraum Drucken E-Mail
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Von welchem Lebensmittel "essen" wir täglich 5kg?

Gerade in der eigenen Wohnung, die für viele Menschen ein wichtiger Rückzugsbereich vom hektischen Berufsleben ist, dort, wo wir Ruhe, Erholung und Entspannung suchen, kann durch falsche Wahl von Baustoffen oder Materialien für die Innenraumausstattung, aber auch durch falsche Heizung und Lüftung oder eigenes Verhalten (z.B. Rauchen) eine Raumluftbelastung entstehen, die unsere Gesundheit beeinträchtigt.

Wir nehmen im Durchschnitt etwa 5 kg Luft pro Tag zu uns.

Luft stellt das größte Lebensmittel dar und birgt dadurch auch ein möglich hohes Risikopotential einer Schadstoffquelle.

Keine gesetzlichen Schadstoff-Grenzwerte!

Gesetzlich vorgeschriebene Schadstoff-Grenzwerte für die Innenraumluft gibt es nicht, während die Außenluft (Luftreinhaltegesetz) als auch die Luft am Arbeitsplatz (ArbeitnehmerInnenschutzgesetz) dezidierte Schutzgüter der Gesetzgebung sind. Raumluftmessungen zeigen nämlich auch, dass die Luft in Innenräumen meist deutlich mehr belastet ist als im Freien und

wir verbringen etwa 90 % Prozent unseres Lebens in geschlossenen Räumen.

Somit ist für uns die Qualität der Raumluft besonders entscheidend.

Schadstoffe

Biologische und chemische Verunreinigungen wie z.B. Schimmelpilze, künstliche Mineralfasern, Lösemittel und Biozide (oft krebserregende und hormonaktive Stoffe), für den Wohnraum typische Allergien, „Elektrosmog und geologische Störzonen“ sowie Radon sind Schadstoffe, die für die Raumluftqualität von Bedeutung sind. Am stärksten von Schadstoffen betroffen sind Kinder, weil sie Schadstoffe um das bis zu 6-fache schneller aufnehmen als Erwachsene. Die Folgen zeigen sich oft erst Jahre später.
Die Innenraumluft hat über den Aspekt möglicher Gesundheitsgefährdung hinaus auch eine zentrale Funktion für die gesamte Wohn- und Lebensqualität; deshalb sind selbst alle „nur“ das Wohnbefinden beeinträchtigenden Eigenschaften wie z.B. Geruch von Bedeutung.
Bei Innenraumluft-Problemen stehen Klagen über Geruchsbelästigungen, unspezifische Reizeffekte an den Schleimhäuten (Augen, Nase, Atemweg) und manchmal auch der Haut sowie Allgemeinsymptome wie Kopfschmerz, Müdigkeit, Unwohlsein, Schwindel, Übelkeit usw. im Vordergrund. Sie werden auch zunehmend zu einem volkswirtschaftlichen Kostenfaktor. Berechnungen zeigten, dass Maßnahmen zur Verbesserung des Innenraumklimas finanziell 18 bis 47 mal mehr bringen als sie kosten!(¹)

Übersicht der Schadstoffe (Noxen), die für die Raumluftqualität von Bedeutung sind:

Tabelle 1: Übersicht Innenraumluftschadstoffe
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Akute versus chronische Umweltbelastungen

Akute Schadstoffbelastungen sind vergleichsweise gut untersucht und sind durch besondere Belastungsfaktoren gekennzeichnet. Chronische Umweltbelastungen sind hingegen empirisch schwer erforschbar. Die bisher erzielten Forschungsergebnisse sprechen allerdings eine klare Sprache und zeigen, dass diese chronischen Belastungen langfristige Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung oder auf die familiären Beziehungen und sozialen Bindungen haben.
 
Area of ignorance (Ausmaß unserer Ignoranz)

In den letzten Jahrzehnten wurde eine Vielzahl von chemischen Stoffen hergestellt, die zuvor in dieser Art in der Natur nicht vorgekommen sind und deren Auswirkung auf die Umwelt und Gesundheit sich oft erst Jahre später zeigen. Zu den wenigstens der rund 100.000 in der EU gelisteten Chemikalien von ca. 6 Mill bekannten Chemikalien (insgesamt sind der Wissenschaft rund 16 Millionen verschiedene Chemikalien bekannt) gibt es ausreichende Informationen und Kenntnisse über Umwelt- und Gesundheitsgefahren².

Datenlücken über grundlegende Eigenschaften der gelisteten Chemikalien³:
  • 21% keine Daten verfügbar
  • 65% zuwenig Daten über grundlegende Eigenschaften verfügbar
  • 14% Daten über grundlegende Eigenschaften vorhanden
Lösung: Konsequente Ökologische Baustoffwahl

„Gesunde Raumluft“ und weitgehend schadstofffreie Baustoffe stehen beim „Gesunden Bauen“ im Vordergrund. Ökologische Baustoffe reduzieren etwa die Ausdünstung von Lösemitteln fast auf null. Und sie fühlen sich gut an. Zusätzlich reduzieren ökologische Baustoffe den Bedarf an so genannter „grauer“ = verbauter Energie wesentlich.
Ein letztes Mal rechnen sich ökologische Baustoffe beim Abbruch eines Gebäudes. Durch sie wird der Anteil an aufwändig zu entsorgenden Problemstoffen des Gebäudes deutlich geringer.

Weiterführende dienliche Links

zum Thema „Vorsorglicher Umweltschutz“ finden Sie unter:
(www.aegu.net) Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt
(www.ibo.at) IBO - Österreichisches Institut für Baubiologie und –ökologie
(www.umweltberatung.at) "die umweltberatung" Verband Österreichischer Umweltberatungsstellen
(www.umweltbundesamt.at) Umweltbundesamt GmbH

Weitere Informationen

zum Thema hier als PDF-Donwload:
(download >>) Das Innenraum Mess- & Bertatungsservice
(download >>) Historischer Überblick Innenraumschadstoffe
(download >>) Wegweiser für eine gesunde Raumluft
(download >>) Handlungsempfehlungen für eine gesunde Raumluft
(download >>) Dilemma Biozide und Brandschutzmittel
(download >>) Diverse Informationsblätter zu verschiedenen Themen der Raumlufthygiene/von Innenraumschadstoffen

Quellen:

(¹) AGU: Ärztinnen und Ärzte für eine Gesunde Umwelt (Hrsg.,www.aegu.net ), Wohnen & Gesundheit, Wien, 2003.
(²) Umweltausschuss: Bericht des Umweltausschusses über den Antrag 285/A(E), Wien, 29.06.2004.
(³) Europäisches Chemikalienbüro in „Chemikalien außer Kontrolle“ , Brüssel, 2004.
 
  DI Siegfried Lerchbaumer
  Energie & Bauökologie, Raumlufthygiene
  Techn. Büro für Physik u. Bauökologie e.U.
Brunnenfelderstraße 23, A-6700 Bludenz
Tel. und Fax: +43/(0)5552/66115
siegfried.lerchbaumer@bau-oekologie.at

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