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Behaglichkeit, Gesundheit & Wohlbefinden Drucken E-Mail

themen_002_1Die Behaglichkeit wird beim Menschen vor allem durch biologische, seelische und soziale Faktoren beeinflusst.

Unter Behaglichkeit versteht man den Zustand des Wohlbefindens eines Menschen, bedingt durch äußere Einflüsse seiner Umgebung.

Behaglichkeit ist subjektiv ...

Physiologische und psychologische Einflüsse spielen eine Rolle.

Charakteristische physische äußere Einflüsse der Umgebung sind die Wahrnehmung und Empfindung von:

  • Temperatur
  • Feuchtigkeit
  • Luftströmungen
  • Geräusche (Lärm)
  • Licht/Beleuchtung
  • Geruch
  • Formen und Farben
  • anthropogene Umweltbelastung
    (Schadstoffe):
    Das Ausmaß der Gesundheitsgefährdung ist abhängig von der Intensität und Art der Schadstoffexposition sowie von der Empfindlichkeit des/r Raumnutzers/in.

Es gibt präzise beschreibbare Umgebungen, die mehrheitlich als behaglich empfunden werden, wie die thermische Behaglichkeit: 
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Bereich der thermischen Behaglichkeit

Rel. Luftfeuchtigkeit etwa 40 - 60%

Temperatur etwa 19 - 22 °C, je nach Aktivitätsniveau und persönlichem Bedürfnis zwischen 18 und 24 °C: Schlaf- und Badezimmer;

Luftgeschwindigkeit < 0,1 m/s (Zugerscheinungen)

Beispielsweise wird eine gleichmäßige Temperatur der Luft und der umfassenden Wände von rund 20°C bei durchschnittlicher Bekleidung, geringer Luftbewegung und bei mäßiger körperlicher Arbeit als mehrheitlich behaglich empfunden. Die Temperaturdifferenz zwischen Wandoberfläche und Raumluft sollte weniger als 2 bis 4 °C betragen. Daher ist eine gute Wärmedämmung eines Gebäudes nicht nur bedeutend für eine erhebliche Energieeinsparung sonder auch für ein behagliches Wohnraumklima. Zusammen mit einer ökologischen Baustoffwahl ist das Fundament für einen gesunden und behaglichen Wohnraum gelegt.

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Gesundheit & Wohlbefinden

Gesundheit, physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden (Definition WHO), und Wohlbefinden sind eng miteinander verknüpft.

Um beides zu gewährleisten, sind im Wohnraum viele Faktoren zu beachten:

- thermische Behaglichkeit
- gesundheitlich unbedenkliche Materialien
- Gerüche
- Lärm
- Licht
- Einrichtungen
- Formen und Farben

Natürlich ist im Innenraum auch unser eigenes Verhalten ein wichtiger Faktor. Psychische Stabilität, gute Beziehungen und Fürsorge können manche bauliche Fehlplanung überbrücken und die Wirkung von Schadstoffen abschwächen (Subjektive Wahrnehmung, Empfindung und Wissen).

Unfälle im Wohnumfeld lassen sich durch entsprechendes Verhalten und geeignete Maßnahmen bei der Wohnungseinrichtung vorbeugend reduzieren. Für das eigene Sicherheitsgefühl macht es einen großen Unterschied, ob die natürliche Umwelt als „Mutter Natur“ angesprochen wird oder als eine potentiell krebserzeugende, feindsellige Umwelt, vor der es sich zu schützen gilt. Die Überzeugung, Umweltgiften ausgesetzt zu sein und von diesen geschädigt zu werden, kann zu einem phobischen Vermeidungsverhalten führen. Möglicherweise wirken sich frühere oder aktuelle psychiatrische Krankheiten und psychischer Stress so aus, dass eine Verletzlichkeit entsteht, die zur Sensibilisierung gegen niedrig konzentrierte chemische Reizstoffe führt. Dabei dürften auch Interaktionen mit anderen Luftschadstoffen, vor allem mit Feinstaubpartikeln und Reizstoffen wie z.B. Formaldehyd eine Rolle spielen (Synergieeffekte).

Thermische Behaglichkeit und Raumluftqualität

Neben der thermischen Behaglichkeit ist eine ausreichende Raumluftqualität ein wesentlicher Einflussparameter auf das Wohlbefinden, die Gesundheit und letztendlich auch auf die Produktivität des Menschen.
Die für ein thermisch behagliches Raumklima erforderlichen Voraussetzungen werden durch einen hohen Dämmstandard bei den opaken und transparenten Außenflächen (Wände und Fenster), sowie durch eine wärmebrückenfreie und winddichte Gebäudehülle erreicht.
Was ein hoher Dämmstandard und eine winddichte Gebäudehülle für die thermische Behaglichkeit bedeutet, ist das Lüften für die Hygiene der Atemluft in den Räumen. Regelmäßiges Lüften ist deshalb besonders wichtig für die Erneuerung der Atemluft und beugt Schimmelbildung und sonstigen möglichen feuchtigkeitsbedingten Bauschäden vor, besonders während der kalten Jahreszeit.

Richtig Lüften
 • min. 3x täglich 3-10 Minuten Querlüften (bei Neubauten die ersten 2-3 Jahre verstärkt lüften)
 • kein Dauerlüften über gekippte Fenster
 • kein Beheizen kühlerer Räume durch geöffnete Innentüren
 • Große Feuchtigkeitsmengen sofort nach außen ablüften (Bad, Küche)
 • für gute Belüftung kritischer Stellen sorgen (Außenecken, -wände hinter Möbel oder Vorhängen)

Ausführlichere Informationen zum Thema „Richtig Lüften“ im Downloadbereich (download >>).

Wohnraumlüftungsanlage
Eine dauerhaft gute Raumluftqualität, bzw. Frischluftzufuhr ist in der Regel nur über mechanische Wohnraumlüftungsanlagen sicherzustellen.
Eine Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung bietet neben hygienischen Luftverhältnissen (Abtransport von Schadstoffen, Feuchtigkeit und verbrauchter Atemluft) noch zusätzliche Vorteile wie:

  • Saubere/staubfreie Zuluft: Gerade an stark befahrenen Straßen oder im Stadtbereich wird viel Straßen(fein)staub vom Filter zurückgehalten. Für Allergiker kann die durch den Filter reduzierte Pollenbelastung hilfreich sein. Unter ungünstigen Bedingungen kann es bei Fensterlüftung sein, dass Luft aus Bad oder Küche durch das Haus gedrückt wird - dies wird mit Lüftungsanlagen vermieden.
  • Weniger Lärmbelästigung von außen: Gerade an stark befahrenen Straßen wird die Lärmbelästigung stark reduziert, da trotz geschlossener Fenster gelüftet werden kann. Für eine erholsame Nachtruhe ist dies sehr vorteilhaft.
  • Reduziert den Energieverbrauch: Über den Wärmetauscher kann die in der Abluft enthaltene Wärme an die Zuluft abgegeben werden. Dadurch wird weniger Energie zur Aufheizung der Frischluft benötigt.
  • Komfortsteigerung: Im Sommer kann mit der Zuluft (über Erd-, Solewärmetauscher, etc.) etwas gekühlt werden, keine Belästigung durch Insekten, Reduzierung von Geruchsbelästigung, keine Zugluft beim Lüften, keine Bauschäden durch falsches Lüften,... und die Fenster können natürlich trotzdem geöffnet werden.

Weiterführende dienliche Links

(www.raumluft.org) Gemeinsame Homepage vom Österreichischen Institut für Baubiologie und Bauökologie mit den Ärztinnen und Ärzten für eine gesunde Umwelt
(www.komfortlüftung.at) Unabhängige Plattform Komfortlüftung - Detaillierte Informationen zum Thema
 
  DI Siegfried Lerchbaumer
  Energie & Bauökologie, Raumlufthygiene
  Techn. Büro für Physik u. Bauökologie e.U.
Brunnenfelderstraße 23, A-6700 Bludenz
Tel. und Fax: +43/(0)5552/66115
siegfried.lerchbaumer@bau-oekologie.at

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