bauen_mensch_natur_1Unser Ziel ist Ihnen einen Zustand körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens – Gesundheit – durch ökologisches Bauen zu ermöglichen bzw. zu fördern.

Unsere Dienstleistung einer planungsbegleitenden ökologischen Beratung hilft Ihnen, dieses Ziel in der Driade der Nachhaltigkeit „Ökonomie-Ökologie-Soziales“ umzusetzen.

Prolog

Es ist im Allgemeinen bekannt, dass unser Hauptlebensmittel Luft – besonders die Außenluft in verkehrsbelasteten Ballungsgebieten – mit Schadstoffen belastet ist. Weniger bewusst ist uns allerdings, dass die Luft in Innenräumen oft stärker belastet ist als die Außenluft. Schadstoffe aus Baumaterialien, Möbeln, (elektrischen) Geräten etc. können den Aufenthalt in den eigenen vier Wänden manchmal sogar gesundheitsschädlich machen. Die/Der durchschnittliche EuropäerIn verbringt rund 90% seines Lebens in Innenräumen und wir nehmen im Durchschnitt etwa 5 kg Luft pro Tag zu uns - Luft stellt das größte Lebensmittel dar!
Daher ist es besonders wichtig, den Wohnbereich möglichst erholsam, gesund und daher frei von schädlichen Stoffen und Störzonen zu gestalten. Die Wohnung als unsere „Zweite Haut“ ist ein wesentlicher Baustein für gesundheitliches Wohlbefinden und im weitesten Sinne für eine hohe Lebensqualität.
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Warum Bauökologie/-biologie?

Wir sind zu einem vorsorgenden, integrierten Umweltschutz und entsprechendem Umweltverhalten aufgerufen, um die ökologischen Grundlagen menschlicher Existenz und menschlichen Wirtschaftens zu erhalten.
Das ökologische Bauen will mit neuen technischen Mitteln und neuen Erkenntnissen ein gesundes und kostensparendes Bauen und Wohnen ermöglichen, und das nicht auf Kosten der Natur und Gesundheit, sondern durch schonenden Umgang mit Luft, Wasser und Boden, Berücksichtigung natürlicher Energieströme und durch Einsatz weitgehend schadstofffreier und erneuerbarer Baustoffe.

Umweltgerechtes Bauen

Der Energie- und Ressourcenverbrauch sowie die Emission von Schadstoffen sind Umweltfolgen von Bautätigkeiten. Hinzu kommt die wachsende Menge an Bauabfällen, die beim Bauprozess entsteht. Die Folgekosten und Gefahren trägt in der Regel die Allgemeinheit, dh. wir. Umweltgerechtes Bauen strebt daher die Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen sowie eine möglichst geringe Belastung des Naturhaushalts bei der Realisierung von Bauvorhaben an.
Durch Energiesparmaßnahmen der letzten Jahrzehnte konnte die Heizenergie kontinuierlich reduziert werden, was jedoch mit einer Zunahme der verbauten Energie (erhöhte Dämmstärken) verbunden war. Bei modernen, gut gedämmten Neubauten macht daher der Anteil der verbauten Energie am Gesamtprimärenergieeinsatz bereits rund die Hälfte aus (derzeitiger Standard). Somit stellen die verbaute Energie und die Heizenergie das derzeit größte Einsparungspotenzial dar. Aus verstärkten Forschungs- und Entwicklungsprojekten der letzten Jahre auf dem Gebiet der Bauökologie wurden technische Mittel und planerische Werkzeuge entwickelt, die heute parallel zu Werkzeugen der Energieoptimierung zur Verfügung stehen. Aus unseren Projekterfahrungen sind bereits heute Einsparungen der verbauten Energie von bis zu ca. 70% realisierbar.
Die folgende Graphik zeigt an realisierten Projekten (Öko-Hauptschule Mäder - Fertigstellung 1998 und Gemeindezentrum Ludesch - Fertigstellung 2005) im Vergleich zu Standardneubauten und dem Gebäudebestand der 70er und 80er Jahre das Ressourceneinsparungspotenzial durch unsere bauökologische/-biologische Projekt- und Bauteiloptimierung.
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Abbildung 1: Ressourceneinsparungspotenzial durch bauökologische Projektoptimierung am Beispiel Öko-HS Mäder (1998) und GMZ Ludesch (2005)

Menschengerechtes Bauen

Eine gesunde Raumluft, weitgehend schadstofffreie Baustoffe und ein störzonenfreier/-armer Wohnraum stehen im Vordergrund beim menschengerechten Bauen. Die/Der durchschnittliche EuropäerIn verbringt etwa 90% seines Lebens in Innenräumen und wir nehmen im Durchschnitt etwa 5 kg Luft pro Tag zu uns - Luft stellt das größte Lebensmittel dar!
Besonders in Gebäuden wie z.B. Kindergärten, Schulen, Pflegeheimen oder Krankenhäuser leben und halten sich empfindliche Personen wie Kleinkinder, Kranke und ältere Menschen auf, für die die Qualität der Raumluft entscheidend ist. Ebenso bedeutend ist die Qualität der Raumluft in unseren Erholungsräumen, vor allem unserem Kinder- und Schlafzimmer.
Die Luftqualität in Innenräumen erlangte erst in den letzten Jahren vermehrte Aufmerksamkeit, nicht zuletzt deshalb, weil Studien erhebliche Belastungen auch in nicht gewerblich genutzten Innenräumen nachwiesen. Auch durch regelmäßig in Medien berichtete Skandale von „vergifteter“ Innenraumluft in Gebäuden, hervorgerufen durch Einsatz gefährlicher bzw. teilweise sogar verbotener Produkte, erlangte die Raumlufthygiene zunehmend an Wichtigkeit.
Die folgenden Graphiken zeigen am Beispiel des realisierten Projektes Gemeindezentrum Ludesch (Innenraumluftwert flüchtige organische Verbindungen (VOC) < 60μg/m³ und Formaldehyd < 0,038 ppm), dass durch eine konsequente bauökologische Projekt- und Bauteiloptimierung der als langfristig anzustrebende hygienische Zielwert für Gesamt VOC von unter 300 μg/m³ und der „WHO-Besorgniswert“ für Formaldehyd von unter 0,083 ppm bzw. eine Immissionsgrenzkonzentration von unter 0,04 ppm, um besonders empfindliche Gruppen vor schädlichen Einflüssen zu schützen, „gefahrlos“ erreichbar sind. Im Vergleich dazu weisen übliche Neubauten und Sanierungen Innenraumluftbelastungen über dem noch akzeptablen Innenraumluftrichtwert an Gesamt VOC von 1000 μg/m³ sowie Formaldehydkonzentrationen von 0,05 bis 0,12 ppm auf!
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Abbildung 2: Schadstoffvermeidung (Lösemittel) durch bauökologische Projektoptimierung am Beispiel GMZ Ludesch

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Abbildung 3: Schadstoffvermeidung (Formaldehyd) durch bauökologische Projektoptimierung am Beispiel GMZ Ludesch

Weitere Informationen

zum Thema hier als PDF-Donwload:
(download >>) Schritte zum Traumhaus - Übersicht Projektfahrplan
(download >>)  Ökologische Bauweisen im Vergleich
(download >>) „Tiefenökologie“ aus der Schriftenreihe „Sustainable Austria“

Quellen:

 • (www.spektrum.co.at ) SPEKTRUM - Zentrum für Umwelttechnik & -management GmbH, Technisches Büro für Physik, Bauökologie, Bauphysik, Raumakustik; 6850 Dornbirn.
 • (www.ibo.at ) IBO - Österreichisches Institut für Baubiologie und –ökologie GmbH; 1090 Wien.
 • (www.innenraumanalytik.at ) INNENRAUM MESS- & BERATUNGSSERVICE - Technisches Büro Damberger, Tappler & Twrdik OEG; 1150 Wien.
 • (www.umweltverband.at ) VORARLBERGER UMWELTVERBAND – Umweltverband, Vorarlberger Gemeindehaus; 6850 Dornbirn.
 • DI Dr. Thomas Belazzi, Leitfaden zur Lösungsmittelreduktion im Hochbau, Masterthesis an der Donau-Universität Krems; Krems 2002.

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